Gedankencappuchino

Planung ist nur was für Spießer?!

7. November 2017

Hand auf das Herz. Wer von euch plant sein Leben? Wer von euch benutzt einen Kalender oder Terminplaner? Ist es hilfreich einen Plan zu haben oder engt das nur die Spontanität und Kreativität ein?

Ich habe im Laufe der Jahre immer wieder versucht einen Terminkalender zu benutzen und bin genauso oft wieder gescheitert. Notizzettel, die ich in der Regel verloren oder verkramt habe waren meine Begleiter. Im letzten Jahr allerdings habe ich herausgefunden was bei mir schief gelaufen ist. Früher habe ich diesen ganzen Kram gemacht, um auf der Arbeit möglichst viel zu leisten und für andere meine Zeit zu verplanen. Ihr könnt euch vielleicht denken, dass es mir nicht gerade viel Spaß gemacht hat.

Dann zeigte mir meine Tochter die PlanWithMe Videos von Ella und ich mochte ihre Art zu organisieren. Ich erkannte, dass es weniger darum geht durch Planung mehr Leistung zu bringen, die für andere Vorteile bringt. Es geht darum mein Leben so zu strukturieren, dass ich meine Möglichkeiten und Kraft sinnvoll aufteile und meine Wünsche und Träume realisiere. Dass ich darauf achte, die Dinge zu tun, die mir wichtig sind und mir genau dafür die Zeit nehme.

Da platzte der Knoten in mir und inzwischen nutze ich meinen Kalender täglich. Meine Arbeit ist weniger stressig, weil ich sie vernünftig einteile und durch den Kalender wirklich Feierabend machen kann. Ich leere meinen Kopf. Ich bringe genügend Leistung, ohne mich ständig unter Druck zu setzen. Meine Freizeit ist schöner geworden, weil ich Projekte verwirkliche, statt nur Ideen mit mir herum zu tragen. Ich beende viele Dinge und habe dadurch viel mehr Erfolgserlebnisse. Und ich habe mich selber als wichtiges Zentrum für meine Planungen, was mich viel zufriedener und glücklicher macht.

Ich enge mich durch Planung nicht ein, ich lebe mein Leben dadurch nur viel entspannter und zufriedener. Natürlich klappt nicht jede Planung oder Zielsetzung. Das ist aber gar nicht schlimm. Meistens liegt es dann daran, dass ich mir zuviel vornehme. Meine Tipps für euch sind folgende:

  1. Finde genau die Planung, die dich zufrieden macht!
  2. Setze dir nicht zu viele oder zu hohe Ziele und falls es doch passiert, hab Geduld mit dir selber. es ist okay wenn mal was nicht klappt.
  3. Bau dir einen Teil ein, indem du den Tag reflektierst. Einfach in Stichpunkten. Wenn da genug positives steht, ist das perfekt. Steht da viel negatives, dann tritt auf die Bremse und mach nur einen halben Gang weniger. Dann wird viel mehr klappen als du denkst.
  4. Schreib auch rein, falls du mehr gemacht hast als du dir vorgenommen hattest. Dann wirst du sehen, dass du mehr Zeit zur Verfügung hast, als du denkst.
  5. Gestalte dir deine Planungsinstrumente so, dass du sie gerne anschaust. Es macht so viel Spaß und zugleich arbeitest du gerne damit.
  6. Vergiss niemals Pausen und Flaulenzerzeiten einzuplanen. Die sind nämlich wichtig.

Schreibt mir, wie ihr eurer Leben plant, ob ihr Terminkalender mögt oder hasst, ob ihr Tipps zur Planung habt oder besonders schöne Gestaltungen.

Also ran an die Planung und lasst euch niemals davon abhalten etwas Gutes für euch selbst zu tun.

  1. Ich bin Chaot und habe nur auf der Arbeit einen Kalender der mich rechtzeitig an Termine erinnert 😉
    Z.B. wann ich zur Fortbildung “Die Hacker kommen” oder zu unserer Gesunden Stunde “Rückenschule” kann oder wann unsere Weihnachtsfeier ist.

    Zuhause habe ich eine Schiefer-Tafel an der so wichtige Termine wie Cons oder P&P Abende stehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

89 + = 92