Gedankencappuchino

Kommunikation Teil 1 – Aufmerksamkeit und Rückmeldung

1. Januar 2018

Jeder von uns lebt den ganz normalen Alltag und vergisst dabei immer mal wieder sehr wichtige Dinge. Ich meine jetzt nicht Termine oder Aufgaben. Mir geht es heute um Menschen, die ich lieb habe, die mir viel bedeuten und denen ich das viel zu selten sage.

Wenn uns an anderen Menschen etwas nicht gefällt, sind wir schnell mit unseren Reaktionen und Worten. Wir zeigen es deutlich, wenn uns etwas nicht gefällt. Aber darum wird es ein anderes Mal gehen. Wie oft schenke ich eigentlich liebe Reaktionen, Worte, Aufmerksamkeit? Ganz ehrlich – viel zu selten. Solange es gut läuft oder ich viel zu tun habe, denke ich zwar oft an diese Leute, ich handele aber nicht. Dabei ist das doch inzwischen gar kein großes Ding mehr. Eine kleine Email, eine kurze WhatsApp, ein Anruf oder ein winziger Kommentar für einen Post, einen Blog, ein Video.

Gibt es Entschuldigungen dafür solche kleinen Dinge nicht zu tun? Also ich habe genug davon, aber wenn ich mal ganz ehrlich zu mir selber sind – es sind keine Entschuldigungen, es sind Ausreden.

Also habe ich beschlossen das zu ändern und ich fange heute an. Ich habe mir überlegt worüber ich mich freue oder freuen würde. Jetzt bin aber nicht ich dran, sondern die anderen. Es kostet mich nichts, als ein wenig Zeit und die gebe ich gerne. Vermutlich werde ich heute und in diesem Artikel nicht an alle denken. Aber wenn jemand sich etwas Aufmerksamkeit von mir wünscht, dann bitte ich denjenigen darum es mir zu sagen. Ich bin nicht perfekt, ich schaffe nicht alles und ich bin manchmal ein Trottel. Aber hellsehen kann ich nur sehr selten und von daher brauchte ich, und auch jeder andere Mensch ein wenig Hilfe.

Mutti und Papa. Ihr seid wundervolle Eltern. Ihr habt mir unglaublich viel mitgegeben für mein Leben und das ewige Gefühl von lieb gehabt werden und sicher sein, habt ihr mir immer vermittelt.

Lea und Germaine. Ihr seid das Beste, was mir jemals in meinem Leben passiert ist. Ich bin stolzer auf euch, als ich je in Worten ausdrücken kann. Ihr seid fantastische Menschen und ich habe euch unendlich lieb.

Für mich hat dieser Artikel nichts mit Sentimentalität zu tun. Diese Gedanken wälze ich schon eine Weile und heute ist es Zeit sie zu zeigen.

Meine Geschwister sind gar nicht mehr alle da. Aber meine zwei Schwestern habe ich noch. Ich würde so gerne mehr von euch und euren Leben mitbekommen. Hätte euch gerne mal hier bei mir. Ihr seid mir so wichtig und wenn ich mich alleine fühle, dann gehört ihr zu den wenigen Menschen, denen ich absolut vertraue.

Stefan und Peter. Meine Neffen. Es ist so krass euch zu sehen, wie ihr euer Leben lebt. Ihr habt wirklich große Dinge erreicht und ich bin immer für euch da.

Ina, meine Nichte und mein Patenkind. Du hast deine ganz eigene Art zu leben und darauf kannst und darfst du stolz sein. Ich freue mich über jede Nachricht von dir und kann mich immer fest drauf verlassen, dass eine kommt.

Es geht übrigens ganz schnell eine Liste der wirklich wichtigen Personen zu machen. Es es ist leicht etwas zu finden, was man an diesen Menschen besonders gerne mag. Probiert es mal aus, fangt einfach an.

Dirk. Eine Heimat, eine gemeinsame Vergangenheit. Du bist immer für andere, immer für mich da. Du verstehst mich und du holst mich auf den Boden zurück, wenn ich abhebe. Du bist wirklich ein unverrückbarer Berg. Aber ich kann Berge versetzen wenn es drauf ankommt. Kannst dich drauf verlassen.

Aki. Du Pack- und Organisationsmeisterin. Nur wenige verstehen meine kreative Energie so wie du. Du schaffst es absolut erstarrte Menschen wieder zu bewegen und dabei hast du so viel Geduld.

Sarah – du hast mehr Lebenserfahrung und Seelenstärke in dir, als in so einen jungen Körper eigentlich passen kann. Ich glaube fest daran, dass du einen guten Weg gehst.

Es ist erstaunlich, wie gut es einem selbst geht, wenn man anderen mal ein paar Gedanken und Worte zugesteht.  Wir gönnen uns so etwas so selten, dass einige von uns mit positiver Rückmeldung gar nicht mehr umgehen können. Sie glauben nicht mehr, dass solche Aussagen ernst und ehrlich gemeint sind. Wir alle blicken viel zu oft auf die Teile, die uns stören, auf die angeblichen Fehler. Dies kann aber nichts verändern. Veränderung erreichen wir durch liebevolle Aufmerksamkeit. (Ja okay das klingt schrecklich kitschig, vielleicht habt ihr bessere Ausdrücke dafür?).

Ralf – du bist immer wieder eine Herausforderung was Freundschaft angeht. Nicht weil du schwierig oder anstrengend bist, sondern weil du, ohne es zu wissen, so viel an Wissen, Gefühl und Ehrlichkeit gibst, dass man es manchmal gar nicht alles aufnehmen kann. Ich bin wirklich, ehrlich dankbar, dass du da bist.

Dirk (groß) – du hast manche Seiten über die ich stolpere aber so einen treuen und gefühlvollen Menschen habe ich noch nie erlebt. Respekt, dass du dir das immer bewahrst.

Dennis – du weißt Dinge von mir, die ich sonst keinem erzähle. Du hast Gedanken, die ich völlig ausblende und du teilst sie mit mir. Du kannst andere motivieren wie kein anderer.

Eine Liste mit wichtigen Menschen wird länger und länger, je mehr man drüber nachdenkt. Ich kann hier gar nicht alle nennen. Aber egal ob diese Liste für euch lang oder kurz ist, ihr könnt eine machen.  Eine Reihenfolge oder Favoriten gibt es für mich nicht. Es geht ja nicht um mich, sondern um die anderen. Heute möchte ich denen etwas zurück geben und andere anspornen es ebenfalls zu tun.

Joachim – deine Art zu verstehen, dein Drang zu reisen, deine Ideen, deine bodenständige Logik, deine Zeit, die du anderen schenkst. Das alles ist ein riesiger Schatz. Wir teilen mehr als Zeit.

Sabine, du schimpfst immer über deine Emotionen aber genau die machen dich so besonders und so liebenswert.

Ich könnte jetzt noch einige nennen aber manchen werde ich nun ganz private Nachrichten schicken oder in Zukunft mehr beachten, mal anrufen, treffen.

Ich hoffe ich konnte nun einige von euch dazu bewegen auch nur einem einzigen Menschen ein klein wenig Zeit, positive Rückmeldung oder Aufmerksamkeit zu schenken. Viel Spaß dabei.

 

 

  1. Toll, dass du dir darüber Gedanken machst. Ja, ich bin der gleichen Meinung wie du. Teilweise bekommt man selbst auf Whatsapp Nachrichten schon kein Feedback mehr, obwohl die Nachricht gesehen wurde. Es würde ja schon ein
    “ Ich melde mich später“ reichen. Es ist ja schon ein relativ hohes Maß an Gleichgültigkeit. Aber auch ein Zeichen dafür, wie wichtig man der Person ist.
    Mir persönlich fällt es schwer, mein Seelentäschchen in der von dir dargestellten Form zu öffnen. Freunden gegenüber. Meine Mädels werden geknuddelt. Wir können uns schon sagen, dass wir uns lieb haben.
    In Gedanken gehe ich so alle Personen durch und könnte mir gut vorstellen, bei einigen merkwürdige Gesichter zu sehen, so in Richtung:
    “ Alles in Ordnung bei dir?“
    Jetzt fange ich einfach mit dir an, Oda, wir kennen uns noch nicht so lange und gut,
    daher kann ich nur sagen, dass ich mich freue dich zu kennen und die Möglichkeit finden werde, dass man sich öfter trifft.
    Dankbar bin ich auch dafür, dass du zum Freundeskreis von Sarah gehörst.
    Das gilt auch für alle anderen in der Gruppe, vor allem Aki und Dirk.
    Ich habe euch sehr, sehr gern.
    LG Evelin

    1. Liebe Evelin
      Also ich habe jetzt nicht verwundert geschaut, sondern mich gefreut. Was WhatsApp angeht. Es gibt tausend Gründe, warum dir jemand nicht antwortet. Keiner davon muss mit dir zu tun haben. Das ist sowieso ein Medium, wo man gerne schnell alles falsch versteht. Es geht aber auch nicht darum Antworten oder Reaktionen zu bekommen. Es geht darum sich selbst zu bewegen und einfach den Menschen die man mag genau das zu sagen. Da sollte man nicht mit warten, wer weiß wie lange man noch die Chance dazu hat.
      LG Oda

  2. Guuuut das Aki mich daran erinnert hat, dass ich den Eintrag noch nicht gelesen habe 😀 (Hatte es nur auf Facebook gesehen, während ich arbeiten war… da ist das etwas schwierig, wie du weißt ^^)

    Sooo, jetzt aber mal zu dem Wichtigen!

    Das ist wirklich der schönste Beitrag, den du bisher auf diesem Blog veröffentlicht hast und das aus einem ganz einfachen Grund – er ist absolut wahr. Und er hat mich auf eine Idee gebracht: Ich werde genau dasselbe tun! 🙂 Aber weil du was besonderes bist, bekommst du hier deinen ganz eigenen Eintrag:

    Du bist ein wirklich einzigartiger Mensch und schaffst es immer wieder, mich in meinen Meinungen zu bestärken – vor allem, dass ich nicht das Gefühl habe, die einzige zu sein, die so oder so denkt. Das ist wirklich wertvoll und ich hoffe, dass du dir das immer erhalten wirst – denn ich bin mir sicher, ich bin nicht die einzige, die du auf diese Weise beeinflusst! 🙂

  3. So jetzt habe ich es geschafft, den Artikel/Post/Beitrag (kann mich gerade nicht entscheiden XD) zu Ende zu lesen.
    Per WhatsApp hatte ich dir ja schon etwas dazu gesagt/geschrieben. 😀
    Ja du hast recht. Man sagt immer schnell eher das schlechtere als das gute zu Jemandem. Da kann sich wirklich keiner von freisprechen. Das schlimme ist nur leider auch, dass schlechteres meist leider auch länger präsenter ist, als das gute – was in meinen Augen sehr schade ist. Deswegen: Zu jedem negativ immer ein postiv hinter her und ZACK! man ist selbst glücklicher 😉
    Daraus folgt auch zu anderen.
    Oda, du weißt, ich brauch manchmal zwei Tage um die Artikel/Posts/Beiträge zu lesen, aber ich lese sie (SEHR GERNE!!!! :D) und hoffe dass du so weiter machst.

    Wichtige Info noch am Rande: Wenn man nette Worte bekommt, ist es nur mehr als höflich auch welche zurück zugeben – in diesem Sinne: Oda, ich mag deine verrückten Idee, auch wenn manchmal deine Fantasie nicht ganz so schnell hinterher kommst 😉 Aber deswegen freue ich mich umso mehr darüber, dass wir uns damals kennen gelernt haben und uns seit dem auch nicht mehr aus den Augen verloren haben. *knuddel*

  4. Hui! Danke für die Blumen. Ich stimme Joachim zu: ist nicht wichtig wie oft man etwas sagt, sondern man tut. Taten sind wichtiger als Worte. Trotzdem schön sowas zu lesen 😊

  5. Ein frohes neues Jahr dir! Es ist eigentlich gar nicht wichtig, wie oft man jemandem etwas sagt, oder auch nicht, wichtig ist, das man es lebt und nach aussen trägt, dann spielen Worte auch keine Rolle mehr.

    1. Das stimmt, wobei es einfach schön ist ab und an auch mal die Worte zu nutzen. Vor allem wenn die entsprechenden Menschen weit weg sind. LG Oda

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